Hahnemann schrieb in seinem Gesetzbuch "Organon der Heilkunst" im §11:

„Wenn der Mensch erkrankt, so ist ursprünglich nur diese geistartige, in seinem Organismus überall anwesende, selbsttätige Lebenskraft durch den lebensfeindlichen dynamischen Einfluss eines krankmachenden Agens verstimmt. .... Dieses Kraftwesen, das an sich unsichtbar und bloß an seinen Wirkungen im Organismus erkennbar ist, gibt seine krankhafte Verstimmung nur durch Äußerung von Krankheit in Gefühlen, Tätigkeiten, das heißt durch Krankheits-Symptome zu erkennen. ..."

Und im §12: "Einzig die krankhaft gestimmte Lebenskraft bringt Krankheiten hervor,....."

Zugegeben, die Sprache Hahnemanns vor über 200 Jahren klingt etwas abgehoben. Doch was damit ausgesagt werden sollte, gilt heute noch.
Krankheit entsteht demnach auf einer unsichtbaren, nicht materiellen Ebene. Die Krankheitssymptome, die wir an Körper, Geist und Seele wahrnehmen zeigen uns, dass die Lebenskraft gestört ist. Bestehen z. B. Kopfschmerzen, dann ist nicht „nur“ der Kopf krank. Hahnemann sagt, zuallererst ist die Lebenskraft verstimmt, was sich in diesem Fall durch Schmerzen am Kopf zeigt. Und wenn wir genauer hinschauen, entdecken wir neben den Kopfschmerzen vielleicht noch andere Ungleichgewichte.

Daraus folgt, dass Heilung nicht im Verschwinden einzelneren Symptome besteht und nicht durch "Wegmachen" der Symptome (z. B. mit einer Kopfschmerztablette) erfolgt. Der ganze Mensch soll wieder ins Gleichgewicht gebraucht und gestärkt werden. Und da die Lebenskraft nicht materiell ist, sind auch die Heilmittel nicht materiell, was in der Homöopathie mit der Verdünnung der Substanzen erreicht wird.

Wer sich näher mit der Philosophie Hahnemanns beschäftigen möchten, wird im Internet sicher fündig. An dieser Stelle möchte ich auf den aktuellen Stand der Homöopathie-Forschung hinweisen, den die Cartens Stiftung auf ihren Seiten veröffentlicht hat.

Was bedeutet das nun für die homöopathische Behandlung?

Es ist nicht der Namen der Erkrankung (=Diagnose) ausschlaggebend für die Behandlung und es wird auch nicht nur den vorrangigen Beschwerden Beachtung geschenkt. Alle erkennbaren Zeichen von Kopf bis Fuß, von Geist bis Gemüt werden beachtet und es wird erfragt, was vor Beginn der Erkrankung war. Eine Diagnosestellung ist für die Beurteilung der Schwere der Erkrankung und weiterer notwendiger Behandlungen erforderlich, für die homöopathische Behandlung ist jedoch nicht die Diagnose, sondern die Gesamtheit der Symptome entscheidend. Das homöopathische Mittel, das diesen Symptomen am Ähnlichsten ist, kann die Lebenskraft stärken, so dass diese wieder unumschränkt wirken kann.

Lilie Orange

Lebenskraft

die homöopathische Behandlung

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